Wie geht es weiter mit dem Bumke-Gelände? Nordstadt selber machen!

Dies ist ein Artikel der Interventionistischen Linken.

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Ein offenes Treffen für alle Interessierten an der weiteren Entwicklung des Bumke-Geländes am Engelbosteler Damm 5 und 9 sowie an der Oberstraße 3,4 und 7.
Hier können Ideen und Anregungen gesammelt werden, was sich die BürgerInnen und Bürger der Nordstadt wünschen, um diese dann am 31. Januar 2019 um 18.30 Uhr zu einem öffentlichen Austausch mit der Firma Gerlach Wohnungsbau einzubringen.

Unser Brief dazu:

Liebe Anwohner_innen des Bumke-Geländes,
liebe Bewohner_innen der Nordstadt,

einige haben es vielleicht mitbekommen, Ende 2019 will die Firma Bumke vom Engelbosteler Damm wegziehen. Das Bumke-Gelände wurde 2017 an die Firma Theo Gerlach Wohnungsbau verkauft, die das 9000 Quadratmeter große Gewerbegelände ab Ende 2019 in Wohn- und Gewerberaum umwandeln will. Dazu veranstaltet Gerlach am 31.01.2019 ein Bürgerbeteiligungsverfahren.

Diese Entwicklungen gehen uns alle an, denn:

Was mit so einem großen Baugelände passiert, beeinflusst den ganzen Stadtteil!
Private Investor_innen können keine Lösung für Wohnraumpolitik sein!
Den privaten Wohnungsmarkt verdrängen – Für mehr demokratisch organisiertes, öffentliches Eigentum!
Wir wollen zeigen, was wirkliche Beteiligung der Bewohner_innen heißt – Nordstadt selber machen!

Der Ruf der Nordstadt hingegen mit vergleichsweise günstigem Wohnraum entspricht schon lange nicht mehr der Realität. Mit steigender Nachfrage in ganz Hannover, sind auch hier die Mieten um durchschnittlich 19,2 Prozent in den letzen vier Jahren angestiegen. Mit einer Durschnittsmiete von 9,38 Euro pro Quadratmeter ist die Nordstadt noch teurer als beispielsweise das immer teurer werdende Linden-Nord. Was mit großen Grundstücken wie dem Bumke-Gelände passiert, beeinflusst den Mietenspiegel und die Entwicklung eines ganzen Stadtteils!

Im Falle von Bumke hätte die Stadt anders agieren können. Anstatt mit Investor_innen zu kuscheln, hätte das Bumke-Gelände als städtebauliches Sanierungsgebiet der Stadt ein Vorkaufsrecht und mehr demokratische Mitsprache ermöglicht. Nun aber begnügt sie sich wahrscheinlich damit, die übliche Menge an Sozialwohnungen (25 Prozent – ein Witz gegenüber den auslaufenden Bindungen) vorzuschreiben und dem Investor ein so genanntes Bürgerbeteiligungsverfahren aufzuerlegen. Davon, dass die Beteiligten eigentlich schon feststehen, lassen wir uns nicht abschrecken und sagen: Hin da!

Wir wollen die Entwicklungen in unserer Nachbarschaft selbst in die Hand nehmen.
Nordstadt selber machen!

Wir wollen an den Widerstand einiger mutiger Mieter_innen in der Nordstadt anschließen, der seinen bisherigen Höhepunkt in der großen Mietenedemo vom November 2018 fand.

Kommt am 24. Januar um 19 Uhr zu einem offenen Treffen in die Bürgerschule! Dort wollen wir uns Gedanken darüber machen, was aus unserer Sicht mit dem Bumke-Gelände passieren sollte und wie wir unsere Ziele erreichen können. Unsere Vorstellungen können wir dann eine Woche später bei dem öffentlichen Treffen der Firma Gerlach einbringen.

Zeit für kritische stadtpolitische Visionen!

Eine Veranstaltung der Interventionistischen Linken Hannover.

Zudem berichtet die HAZ über das Thema und die öffentliche Diskussion für Bürger*innen:

http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Wohnungsbau-Investor-startet-Dialog-zum-Bumke-Gelaende


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